{"id":12289,"date":"2016-10-27T08:42:52","date_gmt":"2016-10-27T14:42:52","guid":{"rendered":"https:\/\/windriver.org\/?p=12289"},"modified":"2026-03-31T17:09:05","modified_gmt":"2026-03-31T23:09:05","slug":"fliegenfischen-wind-river","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/windriver.org\/de\/blog\/fliegenfischen-wind-river\/","title":{"rendered":"Fliegenfischen an East Fork Wind River, Wiggins Fork und Wind River"},"content":{"rendered":"<p><em>Dieser Artikel wurde urspr\u00fcnglich auf Royal Fly Fishing's ver\u00f6ffentlicht <a href=\"http:\/\/www.royal-flyfishing.com\/cms\/front_content.php?idart=917\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Website<\/a>. Sie k\u00f6nnen es auf Englisch lesen <a href=\"https:\/\/windriver.org\/de\/cutthroat-trout-meet-the-royal-fishing-team\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">hier<\/a>.<\/em><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-12290\" src=\"https:\/\/windriver.org\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/Cutthroat_Trout-34-300x300.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/windriver.org\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/Cutthroat_Trout-34-300x300.jpg 300w, https:\/\/windriver.org\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/Cutthroat_Trout-34-300x300-50x50.jpg 50w, https:\/\/windriver.org\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/Cutthroat_Trout-34-300x300-30x30.jpg 30w, https:\/\/windriver.org\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/Cutthroat_Trout-34-300x300-150x150.jpg 150w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/>Viele Fliegenfischer aus USA und der restlichen Welt w\u00fcnschen sich einmal im Leben Cutthroat Forellen zu fangen, deren urspr\u00fcnglicher Natur-Bestand in keinem US-Bundesstaat besser erhalten ist, als in Wyoming. Diese dort heimische, autochtone \u201cYellowstone Cutthroat\u201d - auch Goldforelle genannt - lebt im Wind River Country noch v\u00f6llig unbelastet von der Zivilisation, in traumhaften, unber\u00fchrten Fl\u00fcssen und B\u00e4chen.<\/p>\n<p>Ihr Markenzeichen: zwei rot-orange Streifen in Schwertform links und rechts an der wei\u00dfen Kehle, deshalb auch Cutthroat (Halsabschneider) genannt. Au\u00dfer dieser endemischen Forelle gibt es dort auch noch Regenbogenforellen, Bachforellen (Bachsaibling), Bachforellen (Bachforelle) und den nativen Mountain White Fish (eine \u00c4schenart). Manchmal lassen sich auch Tr\u00e4ume irgendwie, irgendwann realisieren! Wir haben uns dazu entschlossen, diesen Fliegenfischer-Traum wahr werden zu lassen. Unser Ziel: <strong>\u00a0<\/strong>Die Bitterroot Ranch in Wyoming am East Fork Wind River.<\/p>\n<p>Dieser US-Bundesstaat liegt im Nordwesten und ist weltweit bekannt durch den ber\u00fchmten Yellowstone Nationalpark. Wyoming ist 253.348 qkm gro\u00df (ca.70 % der Fl\u00e4che Deutschlands) und in diesem bev\u00f6lkerungs\u00e4rmsten Staat der USA leben ca. 570.000 Einwohner. Diese Dimensionen als Europ\u00e4er im Kopf umzusetzen ist nicht m\u00f6glich, man muss sie erleben! Bereits die Ausblicke beim Landeanflug Airport Jackson Hole WY auf den Jackson Lake, Teton Nationalpark und den Snake River waren \u00fcberw\u00e4ltigend. Es war Mitte Juli 2016, wir landeten am Airport Jackson Hole WY. Das reservierte Allradfahrzeug mit viel Platz stand bereit und 20 Minuten sp\u00e4ter erreichten wir in Jackson Hole (1.901 m Seeh\u00f6he) unsere Unterkunft. Es empfiehlt sich sehr, nach dem langen Flug aus Europa, sich dort zun\u00e4chst eine Nacht auszuschlafen, um dann die gut 2 1\/2-st\u00fcndige Anfahrt zur Bitterroot Ranch frisch anzugehen. <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-12291\" src=\"https:\/\/windriver.org\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/Weg_zur_Ranch-1-300x200-e1477685695276.jpg\" alt=\"\" width=\"198\" height=\"198\" srcset=\"https:\/\/windriver.org\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/Weg_zur_Ranch-1-300x200-e1477685695276.jpg 198w, https:\/\/windriver.org\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/Weg_zur_Ranch-1-300x200-e1477685695276-50x50.jpg 50w, https:\/\/windriver.org\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/Weg_zur_Ranch-1-300x200-e1477685695276-30x30.jpg 30w, https:\/\/windriver.org\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/Weg_zur_Ranch-1-300x200-e1477685695276-150x150.jpg 150w\" sizes=\"(max-width: 198px) 100vw, 198px\" \/><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-12292\" src=\"https:\/\/windriver.org\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/Wind_River-Painted_Hills-1-300x200-e1477685432246.jpg\" alt=\"\" width=\"199\" height=\"199\" srcset=\"https:\/\/windriver.org\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/Wind_River-Painted_Hills-1-300x200-e1477685432246.jpg 199w, https:\/\/windriver.org\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/Wind_River-Painted_Hills-1-300x200-e1477685432246-50x50.jpg 50w, https:\/\/windriver.org\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/Wind_River-Painted_Hills-1-300x200-e1477685432246-30x30.jpg 30w, https:\/\/windriver.org\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/Wind_River-Painted_Hills-1-300x200-e1477685432246-150x150.jpg 150w\" sizes=\"(max-width: 199px) 100vw, 199px\" \/>Auf dem Highway 191 Richtung Norden, vorbei am und durch den Teton-Nationalpark bis Moran und hier weiter (Hwy.26) \u00fcber den Togwotee Pass hinauf ins noch h\u00f6her gelegene Wind River Country nach Dubois (2.117 m hoch) war der erste Schritt. Bei Marlow's Flyshop bekamen wir die Jahresfischereilizenz zum Preis von $ 104,50, welche berechtigt, \u00fcberall in ganz Wyoming zum Fischen zu gehen. F\u00fcr den Yellowstone und die Wind River Indian Reservation der Shoshone ist eine Sonder-Lizenz n\u00f6tig. Da der Unterschied zwischen den von Marlow angebotenen Fliegenmustern zu den von uns mitgenommenen, selbstgebundenen Kreationen nicht wesentlich war, beschlossen wir, erst einmal unsere \u201cKunstwerke\u201d auszuprobieren. Danach noch 10 Meilen (16 km) auf dem Hwy. 26 mit Blick auf die zauberhaften Painted Hills und dann links auf die East Fork Rd. Es sind jetzt noch ca. 45 Minuten auf einer Schotterstra\u00dfe bis zur Bitterroot Ranch auf 2.286 Meter H\u00f6he. Kurz nach dem Einbiegen auf die East Fork Rd. Richtung Norden, bot sich uns ein \u00fcberw\u00e4ltigender Blick auf die unendlich weite Berglandschaft zu F\u00fc\u00dfen der Absaroka-Berge, die sich von Nord-West Wyoming bis nach Montana hinauf ziehen. Rechts der Stra\u00dfe windet und m\u00e4andert der East Fork Wind River in einem gr\u00fcnen Band von B\u00fcschen, B\u00e4umen und Wiesen. Mit jedem Kilometer Richtung Ranch wurde uns mehr bewusst, dass wir hier im Outback sind und die sogenannte \u201cZivilisation\u201d hinter uns gelassen haben. Eine gr\u00f6\u00dfere Br\u00fccke \u00fcberquert den Wiggins Fork, der in den East Fork Wind River m\u00fcndet und eine Kleinere den Baer Creek. Nach einigen Steigungen mit wunderbarer Aussicht geradeaus auf die Kette des Absaroka-Gebirges und rechts auf ansteigende gro\u00dfe Bergkuppen aus eisenhaltigem Sandstein in der Wind River Indian Reservation der Shoshoni, er\u00f6ffnete sich uns der Blick hinunter auf die Bitterroot Ranch, die uns im Gr\u00fcn der Flusslandschaft wie eine Oase in der W\u00fcste erschien. Dann noch ein paar enge Kehren nach unten und die ersten Pferde- bzw. Rinderkoppeln neben dem East Fork Wind River zeigten uns, dass die Ranch nicht mehr weit war. Kurz darauf sehen wir die ersten Cabins und erreichen \u00fcber die Br\u00fccke am Fluss das Mainhouse.<strong>\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 <\/strong><\/p>\n<h4><strong>DIE BITTERWURZELRANCH<\/strong><\/h4>\n<p>Sie liegt direkt am East Fork Wind River und grenzt im Osten an die \u00fcber 8000 qkm gro\u00dfe Wind River Indian Reservation der Shoshone-Indianer. Im Norden schlie\u00dft sich der Shoshone National Forest an. Alles Natur pur, in dem au\u00dfer Grizzly-B\u00e4r, Elch, Wei\u00dfschwanz (Hirschart), Wolf, Dickhornschaf, Adler, Hase noch viele andere Wildtiere beheimatet sind. Seit ca. 40 Jahren ist die Ranch im Besitz der Familie Fox und Pferdeliebhaber aus der ganzen Welt verbringen hier allj\u00e4hrlich eine oder mehrere Wochen, um Reit-Touren durch diese herrliche Wildnis zu genie\u00dfen. Die Fliegenfischerei hier ist auch f\u00fcr Amerikaner ein absoluter Geheimtipp und in Europa bisher praktisch unbekannt. Der Rancher Bayard Fox, ein Pferdenarr und zudem begeisterter Fliegenfischer, begleitet seine fliegenden G\u00e4ste gerne und mit Leidenschaft sowohl an seine private Strecke des East Fork Wind Rivers, als auch an viele andere herrliche Abschnitte dieses Traumflusses inklusive weiterer Fl\u00fcsse und B\u00e4che der n\u00e4heren Umgebung.<\/p>\n<p>Unbeschreiblich, wie sich innerhalb von ein paar Stunden nach Ankunft eine unendliche Ruhe in uns breit machte, wie wir sie bisher noch nirgends versp\u00fcrt hatten. Mitten in<\/p>\n<p>der Wildnis wird man zu einem Teil der wilden, ungebrochenen Natur und erf\u00fcllt von totaler Zufriedenheit. Unsere Blockh\u00fctte direkt am Fluss, das Rauschen des klaren Wassers und wunderbares, sehr warmes Wetter (tags\u00fcber 25 - 30\u00b0), all das war Grund genug, noch vor dem Abendessen ein paar Stunden zu fischen. Und damit begann das Abenteuer Cutthroat Forelle. Im East Fork Wind River bieten viele Steine und Bl\u00f6cke den Forellen beste Unterst\u00e4nde. Wir hatten eine Menge unserer selbst gebundenen \u201cErfolgsfliegen\u201d f\u00fcr bayerische Gew\u00e4sser dabei, wussten aber nicht was so eine Cuttroat gerne nimmt. Zu diesem Zeitpunkt konnten wir auch keine Insekten beobachten, um auf die richtige Fliege zu schlie\u00dfen. Der Versuch, einen \u201cLight-Cahill\u201d anzubieten wurde innerhalb einer Minute mit unserer ersten Cutthroat Trout belohnt. Sie bot einen unerwartet kr\u00e4ftigen Drill! Ihre gro\u00dfe, gepunktete Schwanzflosse sorgt f\u00fcr enormen Antrieb!  Ein wundersch\u00f6nes Exemplar, dem in kurzer Zeit so viele folgten, dass wir fassungslos waren. Diese Forellenart lebt hier seit hunderttausenden Jahren absolut wild und ist in einer Menge vorhanden, die nicht vorstellbar ist. <strong>\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 <\/strong><\/p>\n<h4><strong>Der East Fork Wind River<\/strong><\/h4>\n<p>Er entspringt im Absaroka-Gebirge und flie\u00dft Richtung S\u00fcden, wo er dann in der N\u00e4he von Crowheart in den Wind River m\u00fcndet. Die genaue L\u00e4nge des Flusses ist durch die<\/p>\n<p>viele M\u00e4ander schwer zu ermitteln, man kann aber von mindestens 50 km ausgehen.<\/p>\n<h4><strong>Mit der Fliege am oberen EFWR in der Heimat der Shoshonen<\/strong><\/h4>\n<p>Das Abenteuer f\u00e4ngt bereits bei der Anfahrt mit dem Allrad-Gel\u00e4ndewagen an, f\u00fcr die man von der Ranch aus ca. 25 Minuten ben\u00f6tigt. Die anf\u00e4ngliche Schotterstra\u00dfe wird immer schm\u00e4ler und es wechseln sich gro\u00dfe L\u00f6cher mit tiefen Rinnen ab, die konzentriert zu \u00fcberwinden sind. Am Beginn des Shoshone National Forest stehen eindeutige Hinweisschilder! Eine Begegnung mit einem Grizzly-B\u00e4ren ist nicht auszuschlie\u00dfen, weshalb man immer eine Kartusche B\u00e4ren-Pfefferspray griffbereit am G\u00fcrtel mitf\u00fchren sollte. Neben der Fischerei auch das Gel\u00e4nde rundum zu beobachten, geh\u00f6rt einfach dazu. Nachdem der H\u00f6henzug \u00fcberquert ist, bietet sich ein erster Ausblick auf die grandiose Flusslandschaft.<\/p>\n<p>Der EFWR flie\u00dft hier oben ohne gro\u00dfe Gef\u00e4lle in herrlichen M\u00e4andern durch einen ca. 50 km langen und sehr breiten Talgrund.  Kiefernw\u00e4lder mit vielen abgestorbenen St\u00e4mmen s\u00e4umen die Bergflanken. Hier hat der Borkenk\u00e4fer aufgrund der Klimaerw\u00e4rmung Einzug gehalten und vernichtet seit Jahren einen Teil des Baumbestandes. B\u00fcsche und saftiges Gras f\u00e4rben das Gebiet neben dem Fluss in sattes Gr\u00fcn und au\u00dfer dem Wasserger\u00e4usch ist alles still. Farbenpr\u00e4chtige Blumen, wie z.B. die rote Indian Paint-Brush, bl\u00fchen in den Flussauen. Die Natur reicht so weit das Auge reicht und am Horizont das Absaroka-Gebirge, das bis zu 4000 m hoch ist. Mit dem Allradfahrzeug kann man noch ca. 2-3 km bis zur letzten Parkm\u00f6glichkeit fahren. Hier steht am Beginn des Fu\u00df- und Reitweges ein Hinweisschild. Wanderer werden aufgefordert, mittels einer daneben angebrachten Reinigungsmatte die Schuhsohlen abzub\u00fcrsten. Das gilt auch bei der R\u00fcckkehr. Hunde d\u00fcrfen nicht mitgenommen werden. Die Ranger ahnden Verst\u00f6\u00dfe mit empfindlichen Strafen. Der schmale Weg f\u00fchrt am Rande des dichten Waldes entlang und nach gut 10 Minuten Wanderung bietet das Gel\u00e4nde einen sehr guten Zugang zum River.<\/p>\n<p>An jeder Fluss-Kurve stehen Buschreihen und die Pools dort sind teilweise bis 2 Meter tief. Logischer Weise sind die Cutthroat Trouts hier auf 2.400 m H\u00f6he nicht besonders gro\u00df, aber der Fischbestand ist unbegreiflich hoch. Das Insektenaufkommen trotz der H\u00f6henlage - die man in Europa als Hochgebirgsregion bezeichnen w\u00fcrde - ebenfalls spektakul\u00e4r, denn die Forellen sind alle gut gen\u00e4hrt. Jeder Fisch hat richtig Power und saust nach dem Aushaken sofort wieder in den Pool zur\u00fcck. Eintags- sowie K\u00f6cherfliegenmuster Gr\u00f6\u00dfe 12 - 14 werden sowohl in Dead-Drift, als auch gezupft oder gezogen heftig attackiert. Nymphen sind absolut \u00fcberfl\u00fcssig und Ruten Klasse 3 oder 4 ausreichend. In den Sandfl\u00e4chen neben dem Fluss haben W\u00f6lfe, B\u00e4ren und Elche ihre Fu\u00dfabdr\u00fccke hinterlassen, wobei die Stapfen von einem Elch gr\u00f6\u00dfer waren, als unsere Handfl\u00e4chen. Wir fischten etliche Kilometer flussaufw\u00e4rts und fanden am Sp\u00e4tnachmittag problemlos den kleinen Reit-Pfad um durch den Wald zum Wagen zur\u00fcck zu wandern. Angst hatten wir keine, wachsam waren wir schon. Die Qualit\u00e4t unserer Fotos wurde an diesem Tag leider etwas getr\u00fcbt. Von einem in ca. 40 Meilen Luftlinie w\u00fctenden Wild-Feuer blies der Wind viele Rauchschwaden \u00fcber die Berge, welche die Sonne blutrot f\u00e4rbten. <strong>\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 <\/strong><\/p>\n<h4><strong>Fliegenfischer-Gl\u00fcck im Bereich der Ranch<\/strong><\/h4>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-12294\" src=\"https:\/\/windriver.org\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/Cutthroat_Trout-16-e1477686016789.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"144\" srcset=\"https:\/\/windriver.org\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/Cutthroat_Trout-16-e1477686016789.jpg 300w, https:\/\/windriver.org\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/Cutthroat_Trout-16-e1477686016789-30x14.jpg 30w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/>Der n\u00e4chste Flussabschnitt, beginnend bei einer Felsensteilwand unterhalb der Bitterroot Ranch, aufw\u00e4rts durch die Ranch und dann weit hinauf bis zu einem engen Canyon, hat Gebirgsbach-Charakter mit vielen wunderbaren Terrassen. Auf einer gesch\u00e4tzten L\u00e4nge von gut 4 Kilometern schenkte uns diese Strecke den perfekten \u201cCutthroat-Traum\u201d. Welche Menge dieser herrlichen Forellen vorhanden ist, kann man kaum beschreiben, man muss alles einfach genie\u00dfen. Einen ganzen Tag lang f\u00fchlten wir uns wie im Paradies. Wildes, teilweise steiles Gebirgsfluss-Gel\u00e4nde, urige Steinformationen, Gumpen mit feinen Sandablagerungen, flache Z\u00fcge, querliegende Baumst\u00e4mme und alles total unber\u00fchrt. Die umgest\u00fcrzten B\u00e4ume hatten satte Durchmesser und manchmal wussten wir nicht auf Anhieb, wie wir da durchkommen sollten. Alle diese Trockenfliegen wurden von den Cutthroats problemlos genommen: Auf 2.300 m H\u00f6he fingen wir wundersch\u00f6ne Exemplare bis \u00fcber 45 cm, die bei wilden Drills sehr gerne abw\u00e4rts fl\u00fcchten. Deshalb ist ein Tippet mit mindestens 0,16 mm erforderlich. Diese Forellen haben \u00fcber das gesamte Kiefer oben und unten viele kleine Z\u00e4hne und drehen sich in der Endphase des Drills gerne um die L\u00e4ngsachse. Man muss deshalb nach jedem Fisch das Tippet vor der Fliege auf Besch\u00e4digungen kontrollieren. Rehhaar-Fliegen sind zwar h\u00f6chst f\u00e4ngig, werden aber durch diese Z\u00e4hne schnell sehr schlank rasiert. Unser Fliegenverschlei\u00df durch diese \u201cRasur\u201d war bemerkenswert. Ruten Klasse 5 sind empfehlenswert, um diese Kraftpakete auch noch in starker Str\u00f6mung f\u00fchren zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Kurz vor dem Canyon, durch den man nicht mehr durchwaten kann, wird das Gel\u00e4nde noch einmal breiter und wuchtiger. Hier angelangt, wollten wir am liebsten gar nicht mehr weggehen. Nach so vielen Erfolgen, den tausend verschiedenen Eindr\u00fccken des wilden Gel\u00e4ndes und jetzt dieses \u201cTor\u201d zum Canyon im Blick, sa\u00dfen wir nur noch dankbar und dem\u00fctig vor diesem Naturschauspiel. Unser Lunch-Paket - das wir stundenlang vergessen hatten - wurde nun zu einem Gaumenschmaus. Obwohl in einem Pool unter uns eine gro\u00dfe Cutthroat richtig aktiv war, pr\u00e4sentierten wir ihr keine Fliege mehr, denn allein das Beobachten dieser eleganten Forelle war ein Genuss!<\/p>\n<p>Irgendwann mussten wir uns vom Fluss l\u00f6sen und erreichten auf der linken Seite am Canyon einen schmalen Reitpfad, der uns eine gute halbe Stunde am Hang entlang \u00fcber einige H\u00fcgel hinunter zur Ranch leitete. Die Erlebnisse dieses Tages werden uns das ganze Leben begleiten!<strong>\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 \u00a0\u00a0\u00a0 <\/strong><\/p>\n<h4><strong>Am unteren East Fork Wind River mit Bayard Fox auf Mountain White Fish<\/strong><\/h4>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-12295\" src=\"https:\/\/windriver.org\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/Mountain_White_Fish-1-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/windriver.org\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/Mountain_White_Fish-1-300x225.jpg 300w, https:\/\/windriver.org\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/Mountain_White_Fish-1-300x225-30x23.jpg 30w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/>Die etwa 30-min\u00fctige Fahrt flussabw\u00e4rts der Bitterroot Ranch bot uns eine Aussicht nach S\u00fcden auf das \u00e4lteste Gebirge der USA, die mit Schnee bedeckten Wind River Mountains. Diese \u201cWind River Range\u201d ist mit 4.200 m die h\u00f6chste Erhebung in Wyoming. Die Weite dieser Landschaften ist \u00fcberw\u00e4ltigend. Ein herrlich langer Zug vor uns und wir testeten Trockenfliegen. Bayard fischte mit einer kleinen braunen Nymphe. Ein Schrei und seine Rute bog sich wie ein Hulahup-Reifen und dann ging die Post ab. Er hatte den ersten Wei\u00dffisch am Haken. Dieser bot ihm einen heftigen und ausdauernden Drill. Es war ein \u00fcber 45 cm langes Exemplar mit kleinem Maul, dicker Nase, kr\u00e4ftigem, torpedoartigem K\u00f6rper und mit Fettflosse, also eine \u00c4schenart!  Unsere Trockenfliege nahm 6 mittlere Cutthroats, erst als auch wir eine Nymphe pr\u00e4sentierten, kam die Begegnung mit diesen \u201cWeissfischen\u201d, deren Kampfst\u00e4rke die einer Regenbogenforelle weit \u00fcbertrifft. Etliche Fische wurden leider nicht gehakt, da durch das kleine Maul die Nymphe nicht immer richtig genommen werden konnte. Nach gut 2 Stunden, auf der Heimfahrt, war Bayard sehr zufrieden, denn er hatte 2 gro\u00dfe Fische f\u00fcr die Ranch-K\u00fcche in der Tasche, die zu einer delikaten Pastete f\u00fcr die Happy Hour zubereitet wurden.<\/p>\n<h4><strong>Am Wiggins Fork<\/strong><\/h4>\n<p>Der Wiggins Fork ist ein westlicher Zufluss des East Fork Wind Rivers. Beide entspringen im Absaroka-Gebirge, N\u00e4he Wiggins Peak. Der Wiggins Fork flie\u00dft aber in s\u00fcwestlicher Richtung weiter, bildet einen gro\u00dfen Bogen nach S\u00fcden vorbei am Indian Ridge (Bergkamm) und am Black Mountain, flie\u00dft hier Richtung Osten und m\u00fcndet in den East Fork Wind River. Die L\u00e4nge d\u00fcrfte mindestens 50 Meilen (80 km) betragen. Er bildet ein sehr breites Flussbett mit Kiesb\u00e4nken, Auen, Feuchtgebieten und W\u00e4ldern. In den kleinen flachen Nebenarmen durch die Auen entwickeln sich unz\u00e4hlige Jungfische. Der Hauptfluss ist gepr\u00e4gt von Rieselstrecken, die alle 50 - 80 m in gro\u00dfen Gumpen mit langem Auslauf \u00fcbergehen.<\/p>\n<p>Bayard zeigte uns eine kurze Zufahrt \u00fcber einen holperigen Ranchweg zum Wiggins Fork. An einem steilen Ufer angekommen, befand sich unter uns ein tiefer Gumpen mit lang gezogenem Auslauf. Bayard meinte, hier g\u00e4be es gro\u00dfe Cutthroat Trouts und w\u00fcnschte uns viel Gl\u00fcck. Neben dem kleinen Pfad hinunter zum Einstieg wuchsen zwischen kleinen B\u00fcschen sogar Kakteen. Wir wateten auf die andere Seite und pr\u00e4sentierten Trockenfliegen. Die Bisse konnten wir gar nicht mehr z\u00e4hlen, aber zu unserer Verwunderung blieb kein einziger Fisch h\u00e4ngen. Was sollte das denn? Wir begannen nach \u00fcber einer Stunde schon etwas zu zweifeln, wechselten die Fliegen mehrmals, aber immer das Gleiche ... Biss f\u00fcr Biss und kein Fisch. Erst eine Nymphe l\u00f6ste sp\u00e4ter das R\u00e4tsel, obwohl auf die erste Attacke ein kurzer, enormer Drill mit Fischverlust folgte. Beim zweiten Anbiss gelang der Fang eines gro\u00dfen White Fish's und jetzt wurde uns klar, dass offensichtlich ausschlie\u00dflich diese \u201c\u00c4schen\u201d unsere Fliegen fressen wollten, welche sie in der Str\u00f6mung durch das kleine Maul nicht richtig \u201ceinfangen\u201d konnten. Die Nymphe war sehr erfolgreich und die Drills fantastisch. Sp\u00e4ter fing Eva weiter oberhalb, in einer schnell flie\u00dfenden Strecke die allererste Bachforelle, wieder mit Rehhaar-Fliege. Die Lehrstunde am Wiggins Fork mit White Fish wird uns auch unvergessen bleiben!<\/p>\n<h4><strong>Cutthroat Trout, Wei\u00dffisch, Bachforelle und Bachforelle am Wiggins Fork <\/strong><\/h4>\n<p>Einige Tage sp\u00e4ter begleitete uns Bayard Fox wieder zur Wiggins Fork. Wir fuhren die East Fork Rd runter und nach der Br\u00fccke \u00fcber den Baer Creek rechts die Baer Creek Rd. aufw\u00e4rts. Nach ca. 5 1\/2 Meilen (knapp 9 km) fragte Bayard, ob unser Wagen auch sicher Allrad-Antrieb h\u00e4tte, denn wir m\u00fcssten jetzt einen Ausl\u00e4ufer des Black-Mountain \u00fcberqueren und hier links den kleinen Weg hochfahren. Er meinte noch, es w\u00e4re ein schmaler und schwieriger Weg aber das merkten wir schon auf den ersten hundert Metern. Bis zu diesem Tag hatten wir solche Fahrtwege nur in Filmen von Expeditionen gesehen, jetzt waren wir selbst mittendrin. Steine, Felsen, gro\u00dfe L\u00f6cher, Steigungen, Gef\u00e4lle und Schr\u00e4gfahrten bis 45 Grad Neigung, dieser \u201cWeg\u201d bot alles au\u00dfer Wasserl\u00f6cher, aber unser gro\u00dfer Subaru lie\u00df uns nicht im Stich. Vor der letzten steilen Talabfahrt konnten wir von oben das breite gr\u00fcne Tal des Wiggins Fork sehen.<\/p>\n<p>Am Ende des abenteuerlichen Weges angekommen, wanderten wir zuerst durch hohes Gras und dann durch einen kleinen Wald, der auch nervende M\u00fccken beheimatete. Hier leben Elche, was die vielen Losungen (Hinterlassenschaften) zeigen. Nicht nur B\u00e4r-Spray, sondern auch M\u00fccken-Spray helfen, den Fluss \u201clebend\u201d zu erreichen. Bayard f\u00fchrte uns sicher durch wegloses Gel\u00e4nde und dann trafen wir pl\u00f6tzlich auf breite Kiesb\u00e4nke welche der Wiggins Fork teils in mehreren L\u00e4ufen durchfloss. In den Sandablagerungen am Ufer zeichneten sich gro\u00dfe Fu\u00dfspuren vom Moose ab. Am Hauptlauf des Wiggins Fork pr\u00e4sentierte Bayard in einem Pool eine von Eva's Fliegen und hatte sofort eine gro\u00dfe Cutthroat Trout am Haken. Die Forelle mit ca. 50 cm fl\u00fcchtete immer wieder und \u201cs\u00e4gte\u201d durch etliche Richtungswechsel mit ihren vielen Z\u00e4hnen das Tippet durch. Wieder eine Mahnung f\u00fcr uns, die Vorfachspitze laufend auf Besch\u00e4digungen zu kontrollieren. Dann erlebten wir, wie ein dicker Wei\u00dffisch auf Eva's Trockenfliege aus Mufflon-Haar ging und nicht aushakte. Hier gab es nicht nur Brownies (Bachforellen), sondern auch noch Bachsaiblinge und nat\u00fcrlich wundersch\u00f6ne Cutthroats (Bachforellen). Viele Abschnitte im Bereich der Pools und Z\u00fcge sind aufgrund der Str\u00f6mung bzw. Tiefe nur schwer oder gar nicht zu beangeln. Da hilft nur viel Wandern bis zur n\u00e4chsten Rieselstrecke! Die Fahrt zur\u00fcck bis zum Baer Creek gestaltete sich wieder sehr \u201csensationell\u201d und besonders aufregend an den Passagen \u00fcber Steilh\u00e4ngen.<\/p>\n<p>Da der Wiggins Fork bestimmt 40 Meilen gut befischbar ist, w\u00fcrde sich f\u00fcr Fliegenfischer mit Reiterfahrung ein wesentlich gr\u00f6\u00dferer Aktionskreis anbieten, als zu Fu\u00df aus Zeitgr\u00fcnden m\u00f6glich ist. Die Bitterroot Ranch bietet deshalb auch Fliegenfischer-Ausfl\u00fcge zu Pferd an und erm\u00f6glicht damit, noch mehr und weiter in diese unber\u00fchrte Wildnis einzutauchen.<\/p>\n<h4><strong>Dubois<\/strong><\/h4>\n<p>Der langgezogene Ort am Highway 26 im Freemont County liegt direkt am Wind River auf 2.117 m Seeh\u00f6he und ein Besuch am Abend nach einem erlebnisreichen Fischereitag ist ein sch\u00f6ner Abschluss. Nach Dubois ist es nur eine knappe Stunde ab der Bitterroot Ranch. An der Hauptstra\u00dfe reihen sich in flachen Bauten - teils mit \u00fcberdachtem Holz-Gehweg - einige kleine Gesch\u00e4fte, in denen man Verpflegung, Accessoirs, Schmuck, S\u00e4ttel und Reit-Ausstattung kaufen kann. Im Sommer findet jeden Freitag-Abend ein faszinierendes Rodeo der Einheimischen statt, zu dem sich viele Besucher einfinden. Dieses Original-Rodeo sollte man sich keinesfalls entgehen lassen. Dubois hat auch eine mit vielen Jagd-Troph\u00e4en dekorierte Western-Bar, Square-Dance-Abende und ein Bighorn-Sheep Museum. Wie selbstverst\u00e4ndlich kommt man mit Einheimischen ins Gespr\u00e4ch, von denen viele das Hobby Fliegenfischen in Wyoming gerne aus\u00fcben. Die Wichtigkeit, die Natur zu achten und zu sch\u00fctzen, ist allgegenw\u00e4rtig.<\/p>\n<h4><strong>Teton Nationalpark und Jackson Hole<\/strong><\/h4>\n<p>F\u00fcr einen eindrucksvollen Tagesausflug bietet sich der Teton Nationalpark mit Abstecher nach Jackson Hole an. Von der Bitterroot Ranch sind es nur knapp 2 Stunden bis Moran. Hier ist die Einfahrt in die Teton-Nationalparkstra\u00dfe. Der ganze Teton Nationalpark ist ein Refugium nur f\u00fcr die Tier- und Pflanzenwelt. Menschen sind hier Gast und sollten sich stets entsprechend der geltenden Bestimmungen verhalten.  Die m\u00e4chtige Gebirgskulisse stets vor Augen besuchten wir zuerst den Jackson Lake aus dem der malerische Snake River entspringt. Letzterer ist enorm breit, so dass Fliegenfischen per Pedes an diesem Traumfluss entlang des Teton-Massivs wegen der sp\u00e4rlichen Parkm\u00f6glichkeiten und der dann gro\u00dfen Entfernungen zum Wasser nicht gerade empfehlenswert w\u00e4re. Daf\u00fcr gibt es in Jackson Hole Anbieter f\u00fcr Angel-Touren per Boot. Sehenswert ist auch der romantische Jenny Lake. In gem\u00fctlichem Fahrtempo fuhren wir \u00fcber weite, unber\u00fchrte Ebenen bis zur Park-Ausfahrt Moose, ganz in der N\u00e4he am Highway 191. Um die vielen Eindr\u00fccke vom Teton-Park bei einem Kaffee nachwirken zu lassen, entschlossen wir uns, in das nahe gelegene Jackson Hole zu fahren. Diese Stadt ist wirklich einen Besuch wert. Eine Menge Gesch\u00e4fte von Mode, Schmuck, Accessoires, Reitartikel, Western-H\u00fcte, etc. animieren zum Einkauf.  Restaurants, Bar's und Cafe's erinnern an die Zeit des \u201cWilden Westens\u201d. Im Winter werden Jackson Hole und der Teton Nationalpark \u00fcbrigens zu einem Eldorado f\u00fcr Wintersportler.<\/p>\n<h4><strong>Der Wind River bei Dubois<\/strong><\/h4>\n<p>Er entspringt in den Rocky Mountains nahe des Togwotee-Passes aus dem Wind River See. Flie\u00dft dann entlang des Highways 26 durch Freemont County und weiter bis zur Stadt Riverton in der Wind River Indian Reservation, wendet sich in unz\u00e4hligen M\u00e4andern nach Norden und m\u00fcndet beim Ort Shoshoni in die Seenlandschaft des Boysen State Parks. Ab hier hei\u00dft er kurioser Weise Buffalo River, der dann in Montana bei Fort Custer am Bighorn nach insgesamt ca. 298 km in den Yellowstone River m\u00fcndet. Dieser l\u00e4uft weiter nach Osten und verbindet sich mit dem Missouri. Am Wind River hat man unz\u00e4hlige M\u00f6glichkeiten der Fliegenfischerei. Unter anderem im Wind River Canyon, in dem per Boot eines der besten Brown-Trout-Reviere der USA befischt werden kann.<\/p>\n<p>Am Highway 26, entlang der Bergkette der Painted Hills, wurden vom Wyoming Game &amp; Fish Department einige Parkpl\u00e4tze als Einstieg f\u00fcr Fischer mit Schildern ausgewiesen. Dies deshalb, weil man durch die eingez\u00e4unten Ranches u. Privatgrundst\u00fccke, die nicht betreten werden d\u00fcrfen, nahe am Fluss nur schwer Zugang finden kann. Der Wind River ist aufgrund von Breite und Tiefe nur bei niedrigem Wasserstand an ganz wenigen Stellen \u00fcberquerbar. Die Struktur mit vielen - teils sehr massigen - Felsbl\u00f6cken, gro\u00dfen Gumpen und tiefen langen Z\u00fcgen unmittelbar an den zerkl\u00fcfteten H\u00e4ngen der malerischen Painted Hills, ist \u00fcberw\u00e4ltigend. Es war uns klar, dass am Wasser in Parkplatzn\u00e4he ein enormer Befischungsdruck stattfindet, da sich die einheimischen Fischer selten kaum weiter als h\u00f6chstens 150 m von der vorgegebenen Einstiegsstelle entfernen. Erst als wir mehr als 200 m oberhalb dieser Parkpl\u00e4tze unsere Fliegen pr\u00e4sentierten, kamen die ersten Bisse von Regenb\u00f6gen und Bachforellen.<\/p>\n<p>Am Parkplatz neben dem Jakeys Fork gab es nur die M\u00f6glichkeit, diesen kleinen Bach bis<\/p>\n<p>hinunter zur M\u00fcndung in den Wind River durchzuwaten. Das d\u00fcrften wohl gut 700 m gewesen sein. Auf halber Strecke stand pl\u00f6tzlich nach einer Kurve ein White Tail vor uns im Wasser. Die Hirsch-Dame schl\u00fcrfte Wasser, stieg aus dem Bach und verschwand in den B\u00fcschen. Am Wind River angekommen, waren wir an diesem abgelegenen Fluss-Abschnitt voll besch\u00e4ftigt mit aktiven Cutthroat Trouts, Rainbows und kleineren Brownies.<\/p>\n<p>Aufgrund der Flussgr\u00f6\u00dfe, Flusstiefe und der teils starken Str\u00f6mung ist der Wind River nicht ganz einfach zu befischen. An vielen Stellen waren weite W\u00fcrfe n\u00f6tig, um an interessanten Stellen zu pr\u00e4sentieren. Tags\u00fcber stiegen meist sehr wenige Fische und Fliegen der Gr\u00f6\u00dfe 12 brachten keinen Anbiss. Beobachtet haben wir aber die vielen gro\u00dfen Terrestrials wie Heuschrecken, K\u00e4fer und Ameisen an den Uferzonen. Erst als wir Rehhaar-Sedges, Hopper und K\u00e4fer - in den Gr\u00f6\u00dfen 10, 8 und 6 - gezogen und schlitternd anboten, konnten die Salmoniden nicht widerstehen, und attackierten sie heftig.<\/p>\n<p>Bei der Br\u00fccke an der Red Hills Rd. gingen wir flussaufw\u00e4rts durch mit B\u00fcschen bewehrte Uferzonen und konnten einige Brown Trouts und Rainbows landen. Direkt am Ufer \u00fcberraschten wir eine kleine Wasserschlange, die eine M\u00fchlkoppe im Maul hatte. Wir pirschten uns ran und konnten es nicht fassen, wie sich dieses kleine Schlangenmaul nach und nach \u00fcber den Kopf des Fisches st\u00fclpte und ihn dann komplett durch Muskelbewegungen millimeterweise in den Schlangenk\u00f6rper w\u00fcrgte. Das Reptil war sich offensichtlich ganz sicher, dass catch&amp;release f\u00fcr M\u00fchlkoppen am Wind River nicht vorgeschrieben ist.<\/p>\n<p><strong>Saison:<\/strong>\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 ganzj\u00e4hrig, aber die Fliegenfischerei wird erst ab Mitte Juni, nach<br \/>\nEnde der Schneeschmelze interessant.<\/p>\n<p><strong>Preise 2016:<\/strong>\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Lizenzen f\u00fcr alle, die nicht in Wyoming ans\u00e4ssig sind<\/p>\n<p>Tageslizenz $ 26,-<\/p>\n<p>Jahreslizenz $ 104,50<\/p>\n<p><strong>Fischereibestimmungen:<\/strong><\/p>\n<h4><strong>Ostgabel Wind River, Wiggins Fork und Baer Creek<\/strong><\/h4>\n<p>Die in diesen Fl\u00fcssen endemisch lebende Cutthroat Forelle ist streng gesch\u00fctzt, muss sofort nach dem Drill im Wasser ausgehakt und \u00e4u\u00dferst schonend zur\u00fcckgesetzt werden. Nur widerhakenloses Fliegenfischen! Von allen anderen Forellenarten darf man max. 3 St\u00fcck pro Tag entnehmen, aber nicht mehr als 1 Fisch \u00fcber 40 cm! Erlaubt sind Trocken- u. Nassfliegen, Nymphen und Streamer.<\/p>\n<p>Ruten Klasse 4 oder 5, Vorfach mind. 3,00 m, Vorfach nicht unter 0,16 mm.<\/p>\n<h4><strong>Wind River im Fremont County<\/strong><\/h4>\n<p>Entnahme von 3 Forellen erlaubt, aber nur 1 Fisch gr\u00f6\u00dfer als 40 cm, Cutthroat Trouts nur 1 Fisch \u00fcber 30 cm!<\/p>\n<p>Aufgrund der unz\u00e4hligen Fl\u00fcsse und Seen, in denen unterschiedliche Vorschriften gelten, werden im Wyoming Fishing Guide: \u201cwww.wgfd.wyo.gov\/fishing-and-boating\u201d alle zul\u00e4ssigen Arten der Fischerei an Fl\u00fcssen und Seen genau und ausf\u00fchrlich beschrieben. Dass man dort, wo f\u00fcr einige Spezies Catch&amp;Release gilt, immer widerhakenlos fischt, ist eine Selbstverst\u00e4ndlichkeit!<\/p>\n<p>Ruten Klasse 5 und 6, Vorfach mind. 3,00 m, K\u00f6der nicht unter 0,16 mm.<\/p>\n<h4><strong>Reflexion<\/strong><\/h4>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-12297 aligncenter\" src=\"https:\/\/windriver.org\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/Screen-Shot-2017-06-14-at-8.54.05-AM.png\" alt=\"A serene collection of six river scenes showcasing diverse landscapes, from lush green forests to arid rocky terrain in Wind River Country.\" width=\"504\" height=\"261\" srcset=\"https:\/\/windriver.org\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/Screen-Shot-2017-06-14-at-8.54.05-AM.png 504w, https:\/\/windriver.org\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/Screen-Shot-2017-06-14-at-8.54.05-AM-300x155.png 300w, https:\/\/windriver.org\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/Screen-Shot-2017-06-14-at-8.54.05-AM-30x16.png 30w\" sizes=\"(max-width: 504px) 100vw, 504px\" \/>Unser Aufenthalt auf der Bitterroot Ranch, inmitten der Wildnis der Ausl\u00e4ufer des Yellowstone Nationalparks, schenkte uns unendlich viele Gl\u00fccksmomente, wie wir es nie f\u00fcr m\u00f6glich gehalten h\u00e4tten. Alle unsere Erwartungen wurden weit \u00fcbertroffen! Beim Fliegenfischen in \u00fcber 2000 m Seeh\u00f6he auf heimische und gesch\u00fctzte Yellowstone Cutthroat Trouts wird die Seele frei von allem Stress und man passt sich dieser unber\u00fchrten Wildnis an, in der jeder wirklich zu einem Teil der Natur wird.<\/p>\n<p>Die schier unendlichen Weiten dieser Berglandschaft mit ihren spektakul\u00e4ren geologischen Formationen und Farben, eine nat\u00fcrliche Tier- und Pflanzenwelt, riesige W\u00e4lder und \u00fcberw\u00e4ltigend sch\u00f6ne Flussl\u00e4ufe in denen wilde Forellen leben, lassen nicht nur Fliegenfischer richtig dem\u00fctig werden. Man h\u00e4lt inne, um all das in sich aufzunehmen, was fotografisch nicht machbar w\u00e4re.<\/p>\n<p>Im Shoshone National Forest denkt man an die verzweifelten \u00dcberlebensk\u00e4mpfe von Indianerst\u00e4mmen der Shoshone, Cheyenne sowie Sioux, welche seit Beginn der Einwanderung von den Wei\u00dfen vertrieben und get\u00f6tet wurden. Die K\u00e4mpfe gingen im 19. Jahrhundert weiter, bis man 1868 f\u00fcr die \u00f6stlichen Shoshonen die Wind River Indian Reservation einrichtete. Dieses Indianer-Reservat umfasst 8.995 qkm Land- und 9147 qkm Wasserfl\u00e4chen, es ist das siebtgr\u00f6\u00dfte Reservat der USA. Mit welchen Herausforderungen und Gefahren sich tausende Siedler ab 1830 auf dem so genannten \u201cOregon-Trail\u201d durch das Bergland Wyomings schleppten, wird angesichts dieser grandiosen Landschaften langsam vorstellbar. Der im gesamten \u201cWilden Westen\u201d<\/p>\n<p>gesuchte Verbrecher Butch Cassidy hatte - wenige Meilen von der Bitterroot Ranch entfernt - in den 1890-er Jahren f\u00fcr ca. 6 Monate ein Versteck gefunden. Dessen H\u00fctte, in einer dunklen Schlucht verborgen, konnte von Bayard Fox erst nach 30 Jahren Suche gefunden werden, obwohl aus lokalen \u00dcberlieferungen bekannt war, dass sie dort in der N\u00e4he sein musste.<\/p>\n<p>Wer einmal im Gebiet des Shoshone National Forest Fliegenfischer-Abenteuer erleben darf, wird noch w\u00e4hrend des Aufenthalts seinen viel zu kurzen Urlaub bedauern. Das ESTA-Visum mit 90 Tagen Aufenthalt m\u00f6chte man gerne l\u00e4nger ausnutzen!<\/p>\n<p>Wyoming bedeutet ein Eldorado f\u00fcr Fliegenfischer und die Bitterroot Ranch ist der ideale<\/p>\n<p>Ausgangspunkt, um zu Fu\u00df, per Allradfahrzeug oder auch auf dem R\u00fccken eines Pferdes<\/p>\n<p>mehr und mehr von diesem Hochland zu erkunden. Der Rancher Bayard Fox, begann bereits 1971 sich intensiv mit Naturschutz zu befassen. Mit seinen Beobachtungen \u00fcber Jahrzehnte hinweg unterst\u00fctzt er Biologen und Geologen bei wissenschaftlichen Arbeiten. Die Sch\u00f6nheit des Landes hat ihn auch zum Schreiben seines Buches \u201cWind River Country - Hidden Heart of Wyoming\u201d inspiriert. Bayard und sein Sohn Richard sind beide Fliegenfischer. Sie begleiten Flyfishing-G\u00e4ste an die sch\u00f6nsten Flussabschnitte mit dem Auto und bieten auch mehrt\u00e4gige Flyfishing-Touren mit dem Pferd an. Bayard lernte w\u00e4hrend seiner vielen Aufenthalte in Europa, Afrika und Asien mehrere Sprachen und spricht auch heute noch ein sehr gutes Deutsch.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-12296\" src=\"https:\/\/windriver.org\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/Cutthroat_Trout-9-e1477687008465.jpg\" alt=\"A hand holds a spotted trout with an open mouth in a flowing stream in Wind River Country.\" width=\"300\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/windriver.org\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/Cutthroat_Trout-9-e1477687008465.jpg 300w, https:\/\/windriver.org\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/Cutthroat_Trout-9-e1477687008465-50x50.jpg 50w, https:\/\/windriver.org\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/Cutthroat_Trout-9-e1477687008465-30x30.jpg 30w, https:\/\/windriver.org\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/Cutthroat_Trout-9-e1477687008465-150x150.jpg 150w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/>Wer interessiert ist, diese wunderbaren Abenteuer selbst zu erleben, kann sich auch bei uns \u00fcber alle Details per Email erkundigen. Wir geben gerne Auskunft.<\/p>\n<p>Weitere Informationen \u00fcber die Bitterroot Ranch: www.bitterrootranch.com<\/p>\n<p><strong>Bitterroot Ranch Dude Ranch Urlaub<br \/>\n<\/strong><strong>1489 East Fork Rd,<br \/>\n<\/strong><strong>Dubois, WY 82513 USA<br \/>\n<\/strong><strong>Tel.:      +1 800-545-0019<br \/>\n<\/strong><strong>E-Mail: bfox@wyoming.com<br \/>\n<\/strong><strong>Web: www.bitterrootranch.com<\/strong><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bayerische Erfolgsfliegen erweitern den Speiseplan der \u201cGoldforelle\u201d<\/p>","protected":false},"author":10,"featured_media":12290,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"categories":[3],"tags":[],"community":[],"season":[],"class_list":["post-12289","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/windriver.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/12289","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/windriver.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/windriver.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/windriver.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/10"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/windriver.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=12289"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/windriver.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/12289\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/windriver.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/12290"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/windriver.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=12289"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/windriver.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=12289"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/windriver.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=12289"},{"taxonomy":"community","embeddable":true,"href":"https:\/\/windriver.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/community?post=12289"},{"taxonomy":"season","embeddable":true,"href":"https:\/\/windriver.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/season?post=12289"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}